Benefiz-Fahrt auf der Enz von Roßwag bis Vaihingen

Rückblick

15. Heiße Herzen Fahrt auf der Enz trotz Blitzeiswarnung gut besucht
Am Samstag, 14.12.2013 fanden sich trotz unwirtlichem Wetter 70 Kanuten und Mitfahrgäste in Roßwag ein, die an der weihnachtlichen Benefizfahrt des Kanuclubs CJD Schloss Kaltenstein, Vaihingen/Enz, mit dekorierten Booten und in Verkleidung teilnahmen.
Die diesjährige Heiße-Herzen-Fahrt (HHF) wird die Teilnahmespenden und den Überschuss der anschließenden Paddlerparty dem Verein „wish-ein Herzenswunsch für kranke Kinder“ in Kornwestheim überlassen. Das konkrete Projekt ist die Finanzierung der Ausbildung eines Assistenzhundes für einen 14-jährigen Rollstuhlfahrer, der an einer schweren Stoffwechselkrankheit leidet.
Genau zum Zeitpunkt der Anreise verbreitete der Verkehrsfunk eine Blitzeiswarnung für die Landkreise Böblingen und Esslingen. Aus diesen Regionen kommen normalerweise Paddler dort ansässiger Vereine zur Teilnahme nach Vaihingen, die am Samstag aber auf eine Anreise verzichten mussten.
Eine Gruppe war aus Südbaden nach Vaihingen unterwegs, die im Hochschwarzwald vom Schneesturm gestoppt wurden. Sie musste umdrehen und vorsichtig den Heimweg antreten.
Die Organisatoren hoffen, dass sie im nächsten Jahr die kreativen Gestaltungsideen der so verhinderten Sportskameraden zu Gesicht bekommen und in die Prämierung aufnehmen dürfen.

Bärbel Rink, Vereinsjugendleiterin und Chef-Organisatorin äußerte sich zufrieden mit dem Zuspruch: Es war schön, dass trotz des unfreundlichen Wetters siebzig Leute zu uns aufs Wasser kamen. Wenn die Straßenverhältnisse besser gewesen wären, hätten wir vielleicht einmal wieder die „Magische Einhundert“ geknackt.

Dass genau zu Beginn der Fahrt der Regen aufhörte und dass es bei der Apres-Paddle-Party trocken blieb führte bei den Verantwortlichen zur Erleichterung: Immerhin kamen noch weitere 50 Gäste zur Paddlerparty am kleinen Festplatz am Mühlenwehr.
Die HHF ist eine Benefizaktion der Kanujugend des Kanuclubs CJD Schloss Kaltenstein, Vaihingen/Enz. Sie wurde 1999 als Bestandteil des Winterprogramms ins Leben gerufen. Im Verlauf der Jahre spendete der Vaihinger Kanuclub über diese Aktion mehr als 8000 Euro an wohltätige Einrichtungen: Wish- ein Herzenswunsch für kranke Kinder, Tafelladen, Lebenshilfe, Kubis-Stiftung.
Die HHF wird von vielen Seiten unterstützt: Traditionell sind die Feuerwehr Vaihingen und das Jugendrotkreuz des DRK Vaihingen die hauptsächlichen Partner der HHF, genauso wie das CJD Vaihingen, das mit Manpower und Sachleistungen den Kanuverein unterstützt. Die Stadtverwaltung Vaihingen unterstreicht ihre Wertschätzung der Wassersportler, indem traditionell immer irgendwann am Heiße-Herzen-Nachmittag der Oberbürgermeister den Sportlern seine Aufwartung macht – sei es durch Teilnahme an der Fahrt, durch ein Grußwort oder durch die persönliche Siegerehrung für besonders originelle Bootsgestaltung oder Verkleidung.

Immer ist auch ein Sponsor im Boot: Zum wiederholten Male war es „Kanuschule und –shop Rock-the-River.com“ aus Besigheim, deren Chef Matthias Pflüger sich nicht lumpen ließ und tief in den Fundus griff und hochwertige Sachpreise spendete und vom bekannten Hersteller Christof Langer der Fa. Blueandwhite GmbH ebenso hochwertige wie teure Prämien organisierte.

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Die Preisträger der HHF 2013:
1. Platz: Pechvögel sind Glücksraben – Fam. Beukman, Vaihingen
2. Platz: Die heiligen drei Könige – Fam. Ruof, Enzweihingen
3. Platz: Geschenketransporter – Fam. Gauss, Sersheim
4. Platz: Der süße Milka-Kajak – Constanze Hägele, Stuttgart
5. Platz: Schaufelradcanadier – Annette und HP Rimmele, Ochsenbach
6. Platz: Nikolaus im Original-Einbaum – Klaus Michalski, Aidlingen

Die Sonderpreise der Startnummernverlosung gingen an Gerd Schelling und Carolin Schelling, beide Horrheim.

Bericht: Wolfgang Nagel

HHF 2012

Heiße Herzen in sicherem Fahrwasser

Die Heiße Herzen Fahrt auf der Enz (15.Dezember 2012) konnte dieses Jahr ohne Einschränkungen stattfinden.
Zunächst hatten die Organisatoren große Bedenken, ob nicht vielleicht doch wieder, genau wie im Vorjahr, eine gefährliche Hochwasserwelle durch das Enztal schwappen würde, die das Teilnehmerfeld auf die erfahrenen Wildwasserpaddler reduzieren würde.
Die Wettervorhersage ließ nichts Gutes vermuten, ergiebiger Regen war in der Nacht davor und am Tag selbst angesagt. Die Hochwasserzentrale (HVZ) kündigte einen Wasserstand von mehr als 2 Metern an.
„Regen und Hochwasser bei der HHF – das wird wieder eine sehr eingeschränkte Sache“, befürchteten die Insider des Kanuvereins Vaihingen.

Doch diesmal war die Wolkenfrau den Kanuten wohlgesonnen: Der Starkregen war in der Nacht ausgeblieben, die Enz hatte einen angenehm guten Wasserstand, der allen die Teilnahme ermöglichte. Auch der für den Tag angesagte Regen, der das anschließende Fest am Ausstieg weggespült hätte, blieb aus. Vereinzelt blitzte die Sonne zwischen den Wolken hervor, die Temperaturen waren frühlingshaft.

Rund 60 Paddlerinnen und Paddler begaben sich nach der Begrüßung durch die Vereinsjugendleiterin Bärbel Fischer und den Ersten Vorsitzenden, Klaus-Dieter Drensek, aufs Wasser. Nach dem Fotoshooting fiel der Startschuss und ein munterer Tross bunt gekleideter Kanuten und fantasievoll dekorierter Boote setzte sich in Bewegung, begleitet von der Vaihinger Feuerwehr, die als einzige ein motorisiertes Boot fahren durfte – für den Fall der Fälle.

Eine Neuheit war zu verzeichnen: Der Nikolaus alias Matthias Pflüger vom Bietigheimer Nachbarverein ließ es sich nicht nehmen, die sechs Kilometer lange Strecke auf dem SUP zurückzulegen, eine Art überdimensionales Surfboard, das im Stehen gepaddelt wird. Die neue Kanu-Trendsportart ist offensichtlich im beschaulichen Enztal angekommen.
Am Ausstieg wurden die Kanusportler von Oberbürgermeister Gerd Maisch persönlich empfangen, der es sich nicht nehmen ließ, die Siegerehrung der interessantesten Dekorationen und Verkleidungen selbst vorzunehmen. Jörg Schabram, der stellvertretende Vereinsvorsitzende, zuständig für das operative Geschäft, moderierte die Preisverleihung mit einem kleinen Interview an, im Rahmen dessen Maisch die Verbundenheit der Stadt Vaihingen mit dem rührigen Kanuverein unterstrich. Schabram dankte dem OB dafür, dass einerseits die finanzielle Förderung für gute Jugendarbeit erfolgt, andererseits für das Vertrauen, das Vaihinger Hallenbad am Samstagabend für das Kajak-Techniktraining in die Hände des Kanuclubs zu geben.
Die Heiße Herzen Fahrt 2012 ist – wie immer- eine Wohltätigkeitsfahrt, bei der die Teilnehmer und die Besucher Geld für einen Guten Zweck spenden. Dieses Mal ging der Ertrag der Teilnehmergelder, Spenden und des Gewinns bei der Paddlerparty an die Kubis-Stiftung, die das CJD beim Aufbau einer traumapädagogischen Wohngruppe unterstützt.
Im Verlauf der letzten 14 Jahre hat der kleine Verein und seine rührige Jugendabteilung rund 8000 Euro an wohltätige Einrichtungen und Vereine wie „wish“- ein Herzenswunsch für kranke Kinder, Tafelladen, Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker, Kubis-Stiftung überwiesen. Das Jugendrotkreuz und die Feuerwehr als aktive Partner trugen das Ihrige dazu bei und helfen auch in Zukunft nach Kräften, dass die Veranstaltung erfolgreich und sicher ist.
Unterstützt wurde die Fahrt dieses Mal von „Kanuschule und -Shop Rock-the-River.com “ mit einer großzügigen Kanuzubehör-Spende.
Aufgrund der schlechten Wetter- und Wasserstandprognose waren zum Bedauern der Vaihinger Kanujugend viele auswärtige Paddler erst gar nicht angereist. Auch die sonst zahlreich vertretene und jubelnde Vaihinger Bevölkerung auf den Brücken war nur spärlich anwesend.
Im Jahr 2013 sollen ganz besonders die Vaihinger Bürger als Schlachtenbummler, Partygäste, aber auch als Mitfahrer gewonnen werden. Die Kanujugend wird ein attraktives Programm ausarbeiten, damit möglichst Viele von Nah und Fern an die Enz gelockt werden – egal wie das Wetter ist – immerhin gibt es einen Grund zu feiern: Die Heiße Herzen Fahrt hat dann ihren 15. Geburtstag.

Die nächste Heiße Herzen Fahrt findet am 14.12.2013 statt.

Ergebnisse der 14. Heiße Herzen Fahrt 2012

60 Teilnehmer auf dem Wasser, 100 Teilnehmer bei der Apres-Paddel-Party

Prämierung der besonders kreativen und originellen Einfälle:

1. Preis: „Enz-Wikinger“ Familie Ruof, Enzweihingen, Canadier
2. Preis: „Riesen-Adventskranz mit vier paddelnden Kerzen“, Familie Beukman, Ensingen, Kajak
3. Preis: „Stuttgarter Tannen“, SGU Stuttgart-Untertürkheim, Kajak
4. Preis: „Oktoberfest auf der Enz“ HP Rimmele, Ochsenbach, Kajak
5. Preis: „Hauptsache Auffallen – und das mit roten Haaren“, KTV 1846 Paddeln, Canadier
6. Preis: „SUP-Nikolaus“ Matthias Pflüger, KC Bietigheim, SUP
Sonderpreise gingen an KTV 1846 Paddeln und Schützen Aurich

Neuheit: Erstmalige Teilnahme SUP-(Stand Up Paddling)
Verantwortlichkeit: Bärbel Fischer, Vereinsjugendleiterin
Zuverlässigkeit Feuerwehr Vaihingen (Teilnahme und technische Hilfeleistung) und JRK Vaihingen (Verpflegung)
Jury Mitglieder des Jugendrates des Kanuclubs CJD Schloss Kaltenstein
Unterstützung Jugenddorf Schloss Kaltenstein. Shuttleservice
Sponsoring Rock the River, Kanuschule und -shop
Guter Zweck Kubis Stiftung, Vaihingen mit dem Auftrag zur Unterstützung des Aufbaus einer traumapädagogischen Gruppe

Preisverleihung
OB Gerd Maisch nahm die Siegerehrung im Anschluss an die Fahrt vor. Im einleitenden Interview mit Jörg Schabram (stv. Vors. Kanuclub Vaihingen), betonte er den guten Kontakt zwischen dem Kanuverein, der Stadtverwaltung und den Vaihinger Bürgern. Der Kanuclub CJD Schloss Kaltenstein habe ein positives Image in der Stadt. Maisch wies darauf hin, dass die Stadt Vaihingen die Kinder- und Jugendarbeit der Vereine in besonderem Maße durch finanzielle Zuwendungen fördert. Er teilte den erfreuten Paddlern mit, dass bei der Neugestaltung des Enzufers in Vaihingen die Belange des Kanusports ganz bewusst Beachtung finden.

Heiße Herzen Fahrt 2011 fand statt…mit Einschränkungen

Am Samstag, 17.12. 2011 konnte die HHF nur eingeschränkt stattfinden.
Der Grund war eine enorme Hochwasserwelle, die durch das Enztal schoss. Es war nach einer monatelangen Trockenperiode der andauerndste Starkregen des Jahres 2011, der exakt zum HHF-Termin die Enz dramatisch anschwellen ließ.
http://www.hvz.baden-wuerttemberg.de/gifs/VW_VAIHINGEN.GIF
Dennoch fand die Fahrt statt – aber nur für erfahrene Wildwasserpaddler. Wanderkanadier mit unerfahrenen Paddlern hatten an diesem Tag nichts auf dem Bach verloren. Auch wenn die Gewässersituation von der Straße aus betrachtet harmlos aussah, so entwickelte die Enz im Baustellenbereich nach dem Badplatzwehr doch Wildwasserqualitäten. Erschwerend kam dazu, dass der HW-Peak in der Nacht zuvor eine riesige Pappel in die Enz stürzen ließ, deren Äste scharf angeströmt wurden – eine echte Gefahrenstelle, wenn die Kanu-Wildwassertechnik nicht stimmt!

Um so mehr wurde hinterher gefeiert: Von den Wildwasserkanuten, von den Teilnehmern, denen die Fahrt aus Sicherheitsgründen untersagt werden musste und von den Schlachtenbummlern und Apres-Paddel-Party-Gängern.
Das finanzielle Ergebnis zu Gunsten der Kubis-Stiftung, die beim Aufbau einer traumapädagogischen Gruppe hilft: ca. 510 Euro.
Mehr lesen: http://www.kanu-wuerttemberg.de/freizeitsport/berichte-a-bilder/210-13-vaihinger-heisse-herzen-fahrt-unter-veraenderten-vorzeichen.html


Heiße Herzen Fahrt 2010

Heiße-Herzen-Fahrt 2009 unter Rekordverdacht

Höchste Teilnehmerzahl auf der Enz bei bisher niedrigster Außentemperatur

Die Heiße-Herzen-Fahrt am Samstag, 19.12.2009 rief 116 Paddler nach Vaihingen an der Enz. Es galt, die Flussstrecke von Roßwag bis an den Vaihinger Mühlenplatz mit möglichst ausgefallener Verkleidung und dekorierten Booten zu bewältigen.

Die Veranstaltung stand unter einem besonderen Stern: Zwei der drei beteiligten Partner, die Freiwillige Feuerwehr und das DRK Vaihingen feierten Jubiläum und versprachen der mittlerweile 11 Jahre alten Winter-Kanutour besondere Glanzlichter aufzusetzen.
Diese Rechnung ist aufgegangen: Nach einer groß angelegten Werbekampagne, mit Flyern, in der Presse und im Internet ließen sich Kanuten aller Altersklasse von Nah und Fern in die charmante Metropole des oberen Enztales locken.

Sabine Weihrich, Dietmar Rink und Wolfgang Nagel, die Ideengeber der Heiße-Herzen-Fahrt (Kanuclub Vaihingen) waren am Vortag skeptisch gewesen, ob verschneite Straßen und arktische Temperaturen überhaupt eine nennenswerte Paddlerschar aus ihren warmen Stuben locken könnten.
Der Optimismus der Floriansjünger und des Roten Kreuzes hat aber letzten Endes gesiegt:
Die Aussicht auf ein Feuerwerk der Extraklasse und ein munteres Winternacht-Fest mit kulinarischen Leckereien aus der Region am Schluss sorgten dafür, dass die 116 aktiven Sportler am Vorabend des Vierten Advents an die Enz kamen.

Immer wieder erklang auf der Strecke der Schlachtruf „Heiße!“ – „Herzen!“ und die Stimmung stieg, je mehr die Dunkelheit Einzug hielt. Es schien niemandem mehr etwas auszumachen, dass das Thermometer bis auf minus 15 Grad fiel, dass immer mehr Eisschollen neben den phantasievoll gestalteten Kanus hertrieben und dass Zehen und Finger vor Kälte schmerzten. Grund dafür war die festlich gestaltete Illumination „Enz in Flammen“, für die die Feuerwehr 150 Mitglieder aktivierte.

Am Ende der Fahrt lockten Heißgetränke und warmes Essen im beheizten Zelt, und die kältefesten Kanuten wurden durch den tosenden Beifall einer festlich gelaunten Besuchermenge zu den Klängen von Jule Neigels Hymne „Heiße Herzen“ am Ziel empfangen.
Nicht lange währte die Wärmepause: Eingeleitet von den Klängen der „Vaihinger Fanfaren“ startete die Feuerwehr um 18 Uhr unter der künstlerischen Leitung der Pyrotechniker Lothar Rapp und Helmut Hörig eine sensationelle Feuershow. Gasexplosionen, bengalische Lichter, Raketen und Kracher, ein 50 Meter hoher „Firefall“ über und auf dem Fluss verzauberten die Winternacht zur Märchen-Impression, und zum Schluss versetzten herzförmig arrangierte Lichter die Enz in ein warm schimmerndes rotes Meer. Es war die Hommage an die Vaihinger Kanujugend, die seit vielen Jahren mit großem Fleiß und Erfolg diese Fahrt für einen guten Zweck ausrichtet.

Ruhig und frostig –gemütlich klang der Abend aus mit dem DRK-Winternachts-Open-Air-Kino „Die Feuerzangenbowle“.

Insgesamt 700 nicht paddelnde Festbesucher wurden von den Organisatoren geschätzt – auch hier ein Rekord, der weit über den Zahlen der Vorjahre lag.

Die Heiße-Herzen-Fahrt ist eine Benefizveranstaltung des Kanuclubs CJD Schloss Kaltenstein, der Freiwilligen Feuerwehr und des DRK, alle Vaihingen/Enz, die dieses Mal zugunsten des Vaihinger Tafelladens und der Lebenshilfe e.V. durchgeführt wurde.
Die freiwillige Befahrungsspende und der erzielte Überschuss wird im Februar den begünstigten Einrichtungen feierlich überreicht.
Die vorweihnachtliche Fahrt wurde mittlerweile zu einem der Markenzeichen der Stadt Vaihingen/Enz und der rührigen Vereinsjugend ihres Kanuclubs.

Das war 2009:

Das war 2008:

Das war im Jahr 2007:


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